Verbrennungsmotor vs. Elektroantrieb

  • Hallöchen
    obwohl das Thema ja beim Astra direkt noch nicht aktuell ist fände ich es spannend da mal hypothetisch drüber zu debattieren. Vor allem da das Thema ja auch in der Öffentlichkeit mehr und mehr diskutiert wird. Vielleicht hatte ja schon jemand die Möglichkeit so ein Auto zu fahren. Ich selbst hatte zwar schon viel mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen beruflich zu tun, aber ein E-Auto direkt konnte ich noch nicht testen.
    Bin gespannt und hoffe auf eine faire und sachliche Debatte. Denn es geht nicht darum was besser oder schlechter ist. Das muß jeder selbst für sich herausfinden. Doch der Vergleich und die unterschiedliche Herangehensweise ist, finde ich, ziemlich spannend.
    Denn mal los
    lg Minze :thumbup:

  • Auch wenn ich hier keine Diskussion lostreten möchte, würde es mich aber trotzdem interessieren, welche elektrisch betriebene Fahrzeuge du schon bereits gefahren hast und wie deine Erfahrungen so waren. Klar, vorrangig sind die E-Fahrzeuge hier ein Thema und das soll auch so bleiben. :)

    - Seit 6.2016 Astra K ST INNOVATION 1.6 CDTI mit serienmäßigen Quickheat - 136 Diesel-PS mit Automatik und in Azurblau -

  • Ich selbst hatte zwar schon viel mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen beruflich zu tun, aber ein E-Auto direkt konnte ich noch nicht testen.

    würde es mich aber trotzdem interessieren, welche elektrisch betriebene Fahrzeuge du schon bereits gefahren hast und wie deine Erfahrungen so waren.

    Schon im ersten Posting beantwortet... ;)

    Opel Astra K - 5-Türer - Innovation - B16SHT - Graphit Schwarz - LED - Navi 900


    und sein Astra-H-Vorgänger


    Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust, mit Idioten zu diskutieren. (Albert Einstein)

  • Leute ich habe darauf hingewiesen das hier alle friedlich bleiben sollen und ich meine -ALLE-. So und jetzt zur direkten Frage was ich gefahren habe. Die Frage ist nämlich gar nicht so abwegig, denn es gibt wahnsinnig viel was elektrisch bewegt wird !



    Ich bin ja gelernte Gärtnerin und hab in alle Bereiche reingeschnuppert und so mit sogenannten Ameisen gearbeitet. Da steht man quasi auf der hinten lenkenden Antriebsachse und vorne sind lange Gabeln um z.B. Paletten zu bewegen.
    Dem Auto ähnlicher ist da das Clubcar vielen als Golfcar bekannt. Das kommt dem Auto schon näher.
    Was ich sehr gut fand war die einfache Bedienung. Denn es gibt nur einen Vorwärts- und einen Rückwärtsgang. Aber Hammer ist die Beschleunigung. Man hat von der ersten Sekunde an die volle Leistung und kann die lückenlos nach oben ziehen. Natürlich läßt die Spritzigkeit und höhe der Endgeschwindigkeit mit zunehmendem Alter der Batterie deutlich nach, aber ich denke das ist ungefähr der Vergleich Käfer - Astra. Was die Technik angeht.
    Aber die Dinger machen saumäßig Spaß darum werde ich mit Sicherheit mal ein richtiges E-Auto testen ;)

  • Also ich kann nur von unseren Elektro Betriebsautos sprechen. Bei uns gibt es jede Menge Renault ZOE.. Der Anzug ist einfach Hammer.. Die Teile fahren zwar nur um die 135 km/h, aber die erreicht man relativ spielend schnell.. Problem dabei ist nur - man kann der Energieanzeige zusehen wie die Nadel nach unten geht. Die Reichweite leidet unter Vollast extremst. Die normale Fahrleistung soll wohl bei rund 160 km liegen. Bei Vollast sind es eher 60-80 km. Natürlich zehren auch die elektrischen Verbraucher zusätzlich an der Reichweite.
    Kurze Anmerkung - die Fahrzeuge sind nur für das Werksgelände bzw. zwischen den direkten Standorten in der Nähe (ca. 10-20 km). Man kann die zwar auch für längere Strecken nehmen, aber ich denke da gibt es bequemeres.

    am 21.06.2016 bestellt: Astra K Sports Tourer Innovation, 1.6 CDTI 100 kw(136 PS) Automatik, Smaragdgrün, mit allem außer Schiebedach, Standheizung und Diebstahl Warnanlage. In Besitz seit 02.11.2016.

    Einmal editiert, zuletzt von u172701 ()

  • Weißt du auch, wie hoch die laufende Kosten sind? Ich glaube es irgendwo mal gelesen zu haben, dass man dafür die Batterien mieten bzw. leasen muss.

    - Seit 6.2016 Astra K ST INNOVATION 1.6 CDTI mit serienmäßigen Quickheat - 136 Diesel-PS mit Automatik und in Azurblau -

  • Ich bin bis jetzt Ampera, Renault Fluence, Volvo C30 Elektrodings und Chevrolet Volt 2 gefahren. Ich hoffe es ergibt sich bald die Möglichkeit den neuen Ampera e zu testen.
    Das elektrische Fahren hat echt etwas. Im Auto ist es ungewohnt leise, man hört im Idealfall nur ein leichtes Surren von den Elektromotoren. Im Volt 2 wurden die unter Volllast allerdings schon etwas auffälliger, da es in ein Pfeifen überging. Das mochte ich nicht so. Der Ampera und auch der Volt 2 haben als Rangeextende noch einen Benziner an Bord. Dieser dient fast ausschließlich der Stromgewinnung und wird bei Konstantdrehzahl je nach Lastanforderung betrieben. Das klingt Gewöhnungsbedürftig, ist mir aber nicht soooo negativ aufgefallen. Dafür wird die Reichweite massiv vergrößert.
    Alle Elektrofahrzeuge haben einen sehr kräftigen Antritt gemein. Im Regelfall geht es bis 80km/h (+/-) sehr sehr fix vorran. Danach wird es zäher. Aber ein "normales" Elektroauto, also solche, wie ich bis jetzt gefahren bin, sind auch ein Statement an die Sparsamkeit. Das bedeut für mich, ich erwarte nicht, gegen Sportwagen anzutreten und ich muss auf der AB keine 200km/h fahren.
    Ich selbst hatte mal kurz über den Erwerb eines Elektrofahrzeugs nachgedacht- Vor ein paar Jahren war Opel kurz davor den Rak-E (ähnlich einem Renault Twizzy) auf dem Markt zu bringen. Die Reichweite sollte bei 80km (?) liegen. Das hätte für mich für den täglichen Arbeitsweg gereicht. Der Preis bei nichtmal 10000€. Leider wurde das Projekt nicht umgesetzt.
    Ein Elektroauto ist für mich leider nicht als Erstfahrzeug denkbar. Die Reichweiten mögen für den Alltag und kleinere Ausflüge reichen. Wenn wir aber mal meine Eltern besuchen wollen, sind das 430km in eine Richtung. Ich habe keine Lust unterwegs stundenlang Pause zum Aufladen zu machen. Da muss noch etwas passieren. Wobei es ja schon vorran geht. Der Ampera e soll über 500km Reichweite haben und in Italien wird gerade ein Flusszellenfahrzeug entwickelt, dass jegliche Reichweitenangst wegbläst. Zum Einen durch Reichweiten über 800km (?) und zum Anderen durch das Nachtanken zweier ionisierter Flüssigkeiten (Salzlösungen) die zur Stromgewinnung genutzt werden. Damit gäbe es vom Handling keinen Unterschied mehr zum Verbrenner.
    Weitere Hindernisse sind für mich im Moment das Preis-Leistungsverhältnis. Ein Ampera hatte seiner Zeit deutlich über 40000€ gekostet. Davon hat man im Innenraum nix mitbekommen. Die Qualität war sagen wir "einfach".
    Wenn man ehrlich ist, interessiert es nicht jeden, aber ein weiteres Hindernis ist die Stromgewinnung. Wo kommt denn der Strom für das Auto her? Zu großen Teilen aus der Kohle. Damit wird die CO2 Emission auch nur verlagert. Genauso ist die Frage der Nachhaltigkeit der Produktion von Batterie und Antriebsstrang. Für die Batterien werden seltene Erden benötigt. Die sind halt selten und teuer, teils aufwändig zu fördern. Ein weiteres schönes Beispiel (leider ohne Quelle): Ein Toyota Prius wird in Japan gefertig und per Schiff nach Europa geliefert. Das Schiff pustet dabei derart viele Schadstoffe in die Luft, dass die Bilanz gar nicht mehr besser werden kann als bei einem in Europa gefertigten konventionellen Fahrzeug. Ist natürlich eine etwas populäre Angabe, aber im Kern steckt einiges an Wahrheit.
    Ich kann mir für die Zukunft gut vorstellen ein Elektroauto als Familie-, Alltags- und Reisefahrzeug zu fahren. Für mich ergibt sich der Fahrspass aus dem komfortablen Vorankommen in Verbindung mit dem Spielen mit der Restreichweite. Fahrspass im Sinne von Freude am sportlichen Fahren geben mir die Autos nicht. Ich habe Freude am Sound, am Geruch, ja auch an manchen Schwächen von den Fahrzeugen. Ich habe etwas Angst, dass mit einer elektrischen Zukunft mein Fahrspass zu kurz kommt.