Vielen Dank für euer positives Feedback zum letzten Bericht.
Wie schnell es doch im Leben gehen kann, musste ich ein paar Tage nach dem Bericht erfahren. Meine Frau wurde mit einem unserer Söhne im Arm von einer 19-jährigen über den Haufen gefahren. Passiert ist das ganze auf einem Supermarktparkplatz und die junge Frau fuhr viel zu schnell in Feierabendlaune in eine Parklücke und übersah dabei meine dort laufende Frau. Laut Gutachter hatte sie so um die 20km/h drauf - und das beim Einparken 1m vorm Anhalten wohlgemerkt. Bremsspuren gabs vor dem Aufprall keine!
Meinem Sohn ist Gott sei Dank nichts passiert (die Instinktreaktion einer Mutter), aber meine Frau erlitt eine Sprunggelenksfraktur 3. Grades, also mit Bänderriss. Sie wird für mindestens ein halbes Jahr lang außer Gefecht sein, was ja gerade mit zwei quietschfidelen 2-jährigen nicht so lustig ist, wenn die Mama nur rumliegen kann und sich vor lauter Prellungen kaum rühren kann. Zum Glück kommt Mo-Fr. eine Familienhelferin für 7 Stunden zu uns, sodass ich wenigstens ein wenig zum Verschnaufen komme und auch noch notdürftig meine Arbeitsstelle aufsuchen kann.
Von dem her mein Appell: Fahrt vorsichtig und vorausschauend in jeder Situation. Wenn der Schutzengel grad pennt, kann sowas auch ganz schnell für immer in die Hose gehen. Ein Schritt weiter vorne und nichts passiert, ein Schritt weiter hinten und ich wäre vielleicht Witwer, der zudem noch einen seiner Söhne verloren hat.
Es ist so unnötig viel Leid wegen einer halben Minute vermeintlicher Zeitersparnis.