Dashcams BGH-Urteil

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    • Firefighter91 schrieb:

      nonick08 schrieb:

      Euch ist aber schon klar, dass das dauerhafte Filmen verboten ist?

      Obwohl, wird das überhaupt geahndet?
      Hier geht es in erster Linie aber darum, dass man dann seine gedrehten Filme im Internet veröffentlicht bzw. als Hobby Polizist auf "Jagt" geht.Dies soll damit verhindert werden.
      Wie aber in einem Unfall das Video verwendet wird ist nach wie vor etwas unschlüssig sofern ich das richtig verstanden habe.


      Sergikus schrieb:

      Weil Videos und Fotos kann man auf Facebook posten wenn du im Vordergrund bist. Oder du fotografierst ein Gebäude und dabei werden auch Menschen mit aufgenommen und Gesichter wurde nicht verwischt. Und keinen juckt es.

      Genauso wenn was im TV gezeigt wird. Da werden selten Gesichter und Kennzeichen unkenntlich gemacht. Da haut was nicht hin.
      TV ist eine "Grauzone". Hier müssen die Firmen vorher von allen Personen Einverständniserklärungen einsammeln. Ausgenommen sind Filmsequenzen die an Stark befahrenen oder frequentierten Orten gefilmt wurden wie Autobahn oder Fußgängerzone.Zumindest bei z. B. TV Aufzeichnungen von Shows aber auch bei der DOKU "Feuer und Flamme" die letztes Jahr sehr erfolgreich lief.
      Die Nacharbeit um von sämtlichen Personen die Erlaubnis zu erhalten war enorm. Wer seine nicht gegeben hat wurde unkenntlich gemacht.

      Zum Thema Videos und Fotos in Facebook:
      Wer natürlich an einem öffentlichen Platz, Festival oder ähnlichem steht und gefilmt/fotografiert wird, muss damit rechnen dass man sich dann im Internet wieder findet. Ganz klar.
      Hier überwiegt die Mehrheit, denn du bist da auch nicht alleine drauf.

      Anders wiederum wenn du auf der Straße alleine fotografiert wirst und dies landet im Internet.
      Hier überwiegt das Recht der Privatsphäre.

      Wir bei der Feuerwehr haben immer wieder Unterrichte bezüglich Datenschutz, Bildrechte und was veröffentlicht werden darf.
      Gerade hier im Einsatzfall, wenn wir später auf unserer Internetseite etwas veröffentlichen wollen um den Einsatz zu beschreiben für die Bevölkerung, so müssen betroffene gefragt werden ob dies veröffentlicht werden darf.
      Ein Gebäude von außen von der Straße geht, eine Firmengelände vom Innenhof aus weil z. B. ein Gabelstapler brennt geht auf keinen Fall!
      Ausgenommen sind natürlich die Feuerwehrleute selbst, diese müssen damit rechnen fotografiert und "veröffentlicht" zu werden.

      Aber zum Thema Dashcam:
      Ich bin nach wie vor auch am überlegen mir eine zu zulegen.
      Jedoch habe ich noch keine passende gefunden die sich auch sicher anbringen lässt. Gerade auch was den Platz angehe, denn der Astra (wie wir alle wissen) hat einen ziemlich großen Kasten an der Windschutzscheibe. Hier noch eine Kamera dazu wird's immer enger mit dem sehen.
      Zudem stellt sich bei mir die Frage mit dem verkabeln etwas, gerade als Leasingfahrzeug. Aber anderes Thema.

      Ich bin ebenso Pro Dashcam, denn im Unfallfall muss das Recht zur Aufklärung das Recht des Datenschutzes überwiegen.
      Hier geht es ja nicht um Kleinigkeiten sondern um die Aufklärung einer "Straftat" und die Daten werden von der Polizei eh aufgenommen.
      Zudem werden die Daten nicht in der Zeitung veröffentlicht sondern max. vor Gericht wo diese Daten bereits alle vorhanden sind.

      Ergo, Daten sind schon raus, somit kann auch das Video zugelassen werden um den Fall schnell aufzuklären. Spart viel Zeit und Geld.
      Könnt Ihr mir glauben :SX/

      MFG
      Warum gehst Du bei einem Unfall pauschal von einer Straftat aus. In 99% aller Fälle/ Unfälle handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit.
      Welches Recht höher wiegt entscheidet der Vorsitzende Richter und das geschieht auch nach dem BGH Urteil selten.

      "Zum Thema Videos und Fotos in Facebook:
      Wer natürlich an einem öffentlichen Platz, Festival oder ähnlichem steht und gefilmt/fotografiert wird, muss damit rechnen dass man sich dann im Internet wieder findet. Ganz klar.
      Hier überwiegt die Mehrheit, denn du bist da auch nicht alleine drauf."

      Das ist einfach nur Unsinn und falsch. Persönlichkeitsrechte bzw. der höchstpersönliche Lebensbereich enden nicht an der Grundstücksgrenze. Wenn kein öffentliches Interesse, Kontext mit einem Artikel, oder Kunst nachgewiesen werden kann hat der Ersteller ein Problem.

      In beiden Sachverhalten war ich an Verhandlungen beteiligt und weiß wo von ich schreibe.

      Wir können ja mal eine Umfrage starten: "Wer hat ein Dash Cam Video als Beweismittel eingebracht?"

      Es sollte übrigens jedem klar sein, dass ein Dash Cam Video von der Polizei sichergestellt werden kann.
      Da kann auch schon mal "der Schuß nach hinten losgehen"... ;)