Hallo an das Forum,
mein Astra K 1.6 CDTI (Modell 2018, 220k KM) wird überwiegend im Berufsverkehr bewegt, daher wollte ich ihn jetzt auf einer längeren Autobahnstrecke etwas mehr fordern,
bin aber beim ersten Mal unter Last (190km/h im 6. Gang) gleich durch P0299 (Underboost) gestoppt worden. Durch den mitgeführten VCX Nano mit GDS2 war das Problem leicht behebbar, aber nachdem weitere P0299 auf der insgesamt 1200km langen Strecke das vierte Mal aufgetreten waren, habe ich es dann für den Rest bei 160 km/h belassen.
Bereits beim ersten Auftreten wollte ich eigentlich per GDS2 verschiedene Motorparameter für die Diagnose mitschneiden, den "Ist Wert" für den MAP Sensor in kPa habe ich auch gefunden, aber nichts was wie bei anderen mir bekannten Fahrzeugen als "Soll Wert" dient. Habe ich den übersehen und gibt es eigentlich eine Möglichkeit nur die Werte von Interesse in einer eigenen Liste zusammenzufassen oder kann ich nur die vorgegebenen Listen auswählen ?
Nach der Rückkehr habe dann die potentiellen Problemstellen wie Turbo mit Vakuum Dose und Waste Gate, MAP Sensor einzeln überprüft
und der MAP SEnsor war wie bei dem typischen Einsatzprofil Berfufsverkehr nicht anders zu erwarten komplett zugerotzt (siehe Anhang).
Das Endoskop zeigte dann, dass das für den gesamten Einlasstrakt und AGR ebenso zutrifft, eine Arbeit die ich mir mangels überdachter Stellfläche für den Frühling aufspare.
Eine Überraschung gab es dann beim Überprüfen der Ladeluftstrecke mit einem Rauch Detektor.
Dazu wurde Schlauch vom Luftfilter abgezogen und verschlossen, dann in den Schlauch zum Drosselklappengehäuse der aufblasbaren Ballon eingeführt, fest gepumpt und der Rauch zugeführt.
Es baute sich erst kein Druck auf, aber auf der gesamten Ladeluftstrecke zeigte sich nicht der kleinste Hinweis auf Rauch,
bis dann nach ca. 5 Minuten plötzlich Rauch aus dem Drosselklappengehäuse quoll.
Darauf habe ich den Schlauch, der den Turbo mit der Zylinderkopfhaube bzw. dem dort integrierten PCV verbindet, ebenfalls verstopft und prompt stieg der Druck am Manometer,
bis bei 7,0 PSI (0,48 Bar Boost) der aufblasbare Ballon mit einem Knall aus dem Schlauch geschossen wurde.
Das würde ich schon mal so interpretieren, dass zumindets kein größeres Leck bei diesen Druckverhältnissen vorliegt.
Der größte bei einer späteren Probefahrt via GDS2 gemessene Boost war 1,2 Bar, theoretisch könnte also ein Schlauchstück dennoch ein Leck aufweisen, das erst bei deutlich höheren Druck merklich Luft/Rauch austreten lässt.
Verwundert war ich aber über den Qualm aus dem Drosselklappengehäuse, ist das normal, dass sich der Rauch seinen Weg sucht über die Zylinderkopfhaube, das Kurbelwellengehäuse, den Spalt in den Kolbenringen (oder hoffentlich nicht festgebackenen Kobenringe), über ein geöffnetes Einlassventil dann zum Drosselklappengehäuse ?
oder deutet das auf ein anderes Problem hin, das mit weiteren Tests abzuklären wäre ?
Danke im Voraus für die Rückmeldung !