Falls Jemand interessiert ist. Ich habe am Wochenende den Getriebeölwechsel selbst durchgeführt.
Ich habe dieses Öl hier gekauft: Automatikgetriebeöl MOTUL 105785 MULTI CVTF 1L - Freigeben für das CVT VT40 von GM/Opel - 9,90 € pro Liter
In den Unterlagen zum Getriebe steht, dass im Getriebe 8,6 Liter Öl sind wovon mal ungefähr 8,4 Liter ohne Filterwechsel rausbekommen soll. Also habe ich 9 Liter bestellt. Spoiler: Soviel brauchte ich gar nicht.
Ich habe das Auto also schön warmgefahren und das Öl also über die Ablassschraube am Boden das Getriebes abgelassen und zur Sicherheit in einem sauberen Behälter mit Scala aufgefangen. Nach dem es aufgehört hat zu laufen und auch nicht mehr tropfte waren rund 5,8 Liter im Behälter. Mehr kommt auch mit wackeln am Wagen nicht. ![]()
Ich habe also 6 Liter neu eingefüllt. Das Öl von Motul ist übrigens grün. Das Originale war honigfarbend und für 115.000 Km noch recht sauber.
In der Anleitung heißt es, dass man nach dem Wiederbefüllen, bei laufendem Motor, die Schaltpositionen nacheinander für 10 Sekunden einlegen und dann anschließend noch 3 Minuten in N laufen lassen soll. Habe ich gemacht, keine Probleme. Butterweicher Übergang.
Um den korrekten Ölstand zu kontrollieren soll man die Ölstandkontrollschraube rausdrehen. Wenn es dort nur tropft ist der Ölstand ok. Kommt ein Schwall und läuft dann, ist es zu viel, kommt nichts, ist es zu wenig. Eigentlich ganz simpel... blöd nur, dass das nur für Öl in Betriebstemperatur gilt. Also im Bereich von 85° - 95° Celsius. Das ist im Stand mal eben nicht wirklich realisierbar. Das Öl bei mir hatte höchstens 30° erreicht.
Die Folge...es kam im Schwall. Glücklicherweise ebenfalls in einem Behälter aufgefangen und von der Menge her bestimmbar. Etwas über ein Liter bevor die Schraube wieder geschlossen wurde.
Da ich das Auto aber auf der Hebebühne nicht auf 85° bekommen kann, habe ich es mit Mathe gelöst. Was raus kam, muss auch wieder rein. Also insgesamt rund 5,8 Liter nachgefüllt.
Die anschließende Testfahrt war unauffällig, Ich hatte aber vorher auch noch keine Beanstandungen in diese Richtung. Im Grunde ein prophylaktischer Wechsel.
Wenn ich also etwas weitergeben kann, dann dies:
- Messt genau was bei euch rauskommt! Das macht es insgesamt einfacher.
- 9 Liter muss man eher nicht kaufen, wenn man nicht auch den Getriebeölfilter usw. wechseln will. Dazu müsste das Getriebe aber auch ausgebaut werden. Bedeutet auch, dass, wenn man den Wechsel von Opel machen lässt, man eigentlich keine 9 Liter bezahlen muss. Opel will ja gleich richtig Geld dafür haben. Zuletzt waren es, glaube ich um die 100,- € pro Liter.