Beiträge von IAF

    Europäische Serviceintervalle

    Die Wartung Ihres Fahrzeugs (außer
    CNG-Fahrzeuge (Erdgasfahrzeuge))
    ist alle 30.000 km oder nach einem
    Jahr fällig, je nachdem, was zuerst
    eintritt, und sofern die Serviceanzeige
    nichts anderes anzeigt.


    Daraus ergibt sich für mich, daß die Serviceanzeige nur einen vorzeitigen Service, nicht jedoch eine Verlängerung des Wartungsintervalls auslösen kann. Also spätestens nach einem Jahr (Zeit) oder bei erreichen der 30tkm (wenn dies vor dem erreichen der Jahresmarke eintritt) oder unabhänig der Zeit/Laufleistung wenn das Fahrprofil dies nötig macht und durch die Servicemeldung anzeigt. Also kann auch nach 17tkm und 8 Monaten ein Service fällig sein, wenn das durch die Meldung angezeigt wird, nicht aber bei 35tkm oder 13 Monaten.

    Das deine Werkstatt/Händler dich nicht über den notwendigen Service informiert hat, ist blöd. Ich werde jährlich angeschrieben und angerufen, obwohl ich (seit ich sicher weiß daß ich keine Kulanz mehr bekomme) selbst schraube.


    Ein anderer Punkt ist natürlich die Frage, ob ein Service den Schaden verhindert hätte oder nicht. Ein unabhäniger Gutachter muß das prüfen und bescheinigen. Dann kommt als nächstes die Frage ob der Schaden innerhalb der Garantiezeit bzw gesetzlichen Gewährleistung liegt und Opel haften muß. Kulanz ist nicht einklagbar und eine freiwillige Leistung. Aus diesem Grund kann Opel/PSA die Kulanz nach eigenen Regeln und Nasenfaktor gewähren oder eben nicht. Kulanz setzt bei nahezu allen Herstellern eine Wartungstreue bei einem Vertragspartner vorraus, der Besuch einer freien Werkstatt ist also ein KO-Kriterium für Kulanz (selbst erlebt, da mein verkaufender Händler die vereinbarte Wartung in einer freien Werkstatt gemacht hat).

    Ich hab das Castrol Multivehicle 75W90 verwendet.

    Ansonsten schließe ich mich Staubsaugermodul an. Opel sagt 1,8l 75W, das Castrol ist aber eines der besten Getriebeöle die verfügbar sind (zumindest laut Ölforum) und ich denke nicht, das ich damit probleme bekomme.

    Wo war der Reifen montiert - vorne/hinten? Welcher Bereich ist abgefahren - außen/innen?

    Bei einem dauerhaft zu niedrigen Reifendruck wird der Reifen außen UND innen abgefahren, da sich die Lauffläche nach innen wölbt. Ist der Druck dauerhaft zu hoch, wölbt sich die Lauffläche nach außen und der Reifen fährt sich mittig ab. Beim Astra ist der Sturz nicht einstellbar. An der Hinterachse kann überhaupt nichts eingestellt werden und vorne nur die Spur. Wenn bei dir die Vorderachse betroffen ist und außen oder innen verstärkt abgefahren wurde, stimmt deine Spur nicht und du mußt vermessen lassen. Ist die Hinterachse betroffen könnte es durch eine dauerhafte hohe Beladung (Vertreterauto) oder sehr häufigen Anhängerbetrieb zum einseitigen abfahren der Innenfläche kommen. Viele scharfe Kurven und ein sportlicher Fahrstil können durch die auftretenden Querkräfte (untersteuern) auch den Reifen an der Außenseite stärker beanspruchen.

    Auch eine Tieferlegung verändert den Sturz und belastet die Reifen anders.

    Da sich der Radumfang nicht ändert, da du die größere Felge durch eine 30er oder 35er Reifenflanke kompensierst, hast du mit der Tieferlegung bestimmt keine Probleme. Die geringere ET verschafft dir etwas Platz auf der Innenseite. Ich fahre mit Tieferlegung und Spurverbreiterung also ET 31,5. Da deine Felge ein halbes Zoll breiter sind, sie aber im Vergleich zur Serien 18" Felge 6mm weiter herauskommst müßte es klappen. Du brauchst allerdings eine Einzelabnahme, da du zwei Dinge änderst und die ABE der Felge nur für das Serienfahrwerk gilt.

    Nach 80tkm könnte natürlich auch die ein oder andere Schraube korrodiert sein. Rede doch mit deiner Werkstatt und frag warum die Summe an Kleinteilen so hoch ist. Einige Schrauben werden jedoch auch laut Werksangabe zu wechseln sein und Spezialschrauben liegen durchaus im niedrigen zweistelligen Bereich. Wenn du dann eine Undichtigkeit hast bist du mit der Leistung der Werkstatt auch nicht zufrieden. Ich vertraue meinem FOH sonst bekommt er mein Auto nicht und ohne Kostenvoranschlag lasse ich nichts machen. Dann gibt es noch die Dialogannahme, hierbei spricht ein Werkstattmeister alle geplanten arbeiten mit mir durch. Genau hier frage ich nach soetwas, da ich den KV schon vorher habe, kann ich gezielt danach fragen. Auf Wunsch zeigt er mir die ausgebauten Teile (was nicht beweist, daß sie auch aus meinem Auto stammen - hat wieder was mit vertrauen zu tun s.o.)

    Vollkommen richtig, Dehnschrauben dürfen nur einmalig angezogen werden, danach sind sie gelängt und nicht mehr zu verwenden. Der ein oder andere Schraubenkopf leidet beim öffnen und sollte dann auch nicht erneut verwendet werden. 420,- ist ein stolzer Preis, aber Dehnschrauben sind leider nicht günstig und im übrigen auch keine Opel Erfindung.