Beiträge von maddin74

    Stärkere Federn sind auch nicht unbedingt die Lösung. Damit ist auch bei Stiilstand immer Spannung auf dem System. Dadurch werden die Gleitschienen und die Kette unnötig belastet. Die Feder sollte mMn. So schwach wie möglich sein, stattdessen aber mechanische oder hydraulische Vorrichtungen den Kolben vom Spanner beim Starten in Position halten.

    Ja möglich ist das, aber es muss auch sicher und haltbar sein. Theoretisch würde auch ein Rückschlagventil in der Ölleitung zum Spanner reichen, damit der bei Stiilstand nicht leer läuft. Opel hat sich dafür diese Spezialdichtung ausgedacht. Bei meinem funktioniert das bis jetzt auch sehr gut. Hatte seit der Reparatur kein Rasseln mehr.

    Ja, schöner wäre ein Spanner mit Raste, dass auch ohne Öldruck beim Starten die Spannung gewährleistet ist. Aber auch das birgt Risiken. Bei einigen VAG Modellen zerlegt sich diese Rastmechanik auch mal und das endet dann oft als kapitaler Motorschaden.

    Auch die Simplex Kette ist nicht unbedingt schlecht. Generell brauchen Ketten sauberes Öl, also sind lange Wechselintervalle schon mal ungünstig. Verbrauchtes Öl ist ausserdem schlecht für die Gleitschienen, weil die aushärten. Ketten und Gleitschienen mögen auch keine Schläge und ruckartige Belastungen wie sie z.B. bei jedem Startvorgang auftreten. Beim 1,6er Diesel ist die Kette aus diesem Grund auf der Kupplungsseite. Dort ist die Drehbewegung der Welle gleichförmiger als auf der Riemenscheibenseite. Also insgesamt ist der Motor schon durchdacht und auch haltbar, wenn man ihn pflegt und richtig verwendet.

    Was man so liest, kennen einige FOHs diese Spezialdichtung gar nicht. Deshalb solltest du den Einbau im Auftrag mit aufnehmen lassen. Die Teile Nr. sollte einige Seiten vorher hier im Forum zu finden sein.

    Ich würde evtl. noch den Kettenspanner des Ölpumpenantriebs tauschen lassen. Der ist wohl bisher unproblematisch, aber trotzdem aus Kunststoff, der entsprechend altert. Das Ding ist auch teuer, um die 30€ meine ich.

    Kupplung und Schwungrad macht in dem Zuge auch Sinn, weil man nur die Teile Preise bezahlt.

    Es ist zwar nicht auszuschließen, dass es mit dem Update irgendwie zusammenhängt aber doch recht unwahrscheinlich. Mit 126.000 km bist du in dem üblichen Bereich wo die Kette auffällig wird, zumindest was man so in den Foren liest.

    Du hast das Auto zwar so gefahren wie Opel es erlaubt: SS und lange Ölwechselintervalle, aber das ist nicht grade förderlich für die Lebendauer der Kette. Bei der Laufleistung würde ich den großen Abwasch mit kompletten Kettentausch machen. Kupplung und Schwungrad bietet sich bei der Gelegenheit evtl. auch an. Ja, das wird richtig teuer, das kann man leider nicht schönreden. Da musst du jetzt für dich ausrechnen, was am wirtschaftlichsten ist.

    Auch wenn ich keine Provision bekomme kann ich immer die Garantieverlängerung von Opel empfehlen. Die hat auch in meinem Fall den finanziellen Schaden erheblich begrenzt.

    Tatsächlich vermute ich hier auch mal wieder Fehlbedienung aus Unwissenheit. Viele Fahrer heutzutage haben überhaupt kein technisches Verständnis mehr und stehen ständig auf der Kupplung, an der Ampel z.B. Teilweise wird das wohl sogar in den Fahrschulen so beigebracht.

    Meinst du konkret „unseren“ Motor oder generell?

    Dann müsste man das auch im Stand reproduzieren können.

    Wenn die Kupplung für den Verschleiß sorgt, sind die Symptome bei Linkskurven auch logisch, weil die Fliehkräfte die Welle in Richtung der verschlissenen Anlagefläche des Axiallagers drücken. Im Umkehrschluss dürften Automatikfahrer dieses Problem nicht haben.