Notlauf bei hohen Geschwindigkeiten

  • Hallo Zusammen,


    ich habe das Problem, dass mein Astra (BiTurbo-Diesel, 160 PS, Bj. 2016; 101.000 km) auf Autobahnstrecken bei hohem Tempo den Motor in den Notlauf schaltet.


    Vorgeschichte:

    der Wagen hat nun etwas mehr als 101.000 Km abgespult --> bislang kein einziger Werkstattaufenthalt (außer Inspektionen) und keine Mängel

    Fahrprofil: 85% AB, 10% Landstraße, 5% innerorts


    Im Dezember ist auf der Strecke Wilhelmshaven-Münster nach ca. 200 Km der Motor in den Notlauf gesprungen (die 200 Km wurden fast vollständig mit Tempomat bei 180 km/h abgespult; kaum Verkehr), daraufhin habe ich eine kurze Pause auf einem Parkplatz eingelegt (meine Theorie war, dass die Turbos vielleicht zu heiß gelaufen sind). Bei der Weiterfahrt (weitere 150 Km) sind keine Probleme mehr aufgetreten. Danach war Ruhe: bis jetzt.


    Heute ist dasselbe Problem auf dem Weg zur Arbeit wieder aufgetreten: nach ca. 40 km Fahrtstrecke und Tempo ca. 160 km/h springt der Wagen erneut in den Notlauf.


    In beiden Fällen schaltet der Notlauf bis zum Ausstellen des Fahrzeugs nicht mehr ab, nach Neustart ist wieder Ruhe.


    Ich hatte in der Vergangenheit ein ähnliches Problem mit meinem Astra H (1.3 CDTI/ 90PS), damals war das AGR-Ventil verstopft. Dieses Mal würde mich dies jedoch sehr wundern, da ich fast nur Autobahn fahre und vermute, dass da alles "freigeblasen" wird...


    Habt ihr eine Idee, was hier im Argen liegen könnte? :thumbsup:


    Ich mache mir da wirklich Sorgen... Wenn der Motor im falschen Moment den Notlauf anschmeißt, kann es auch mal gefährlich werdenX/


    Beste Grüße aus dem hohen Norden


    PS. offenbar lassen sich beim Astra K nicht mehr die Fehlercodes selber auslesen. Beim H half "Zündung Gas-Bremse" und schon kamen die Fehlercodes im Display ;(

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  • Nordblitz

    Herzlich willkommen hier und jederzeit viel Spaß mit Deinem Doppelgebläse!


    Und Du hast recht: Selberauslesen ohne weiteres Equipment ist nicht mehr möglich.

    Zwei Alternativen: Ab zum FOH und auslesen lassen oder sich einen geeigneten Tester kaufen und selbst auslesen.


    AGR klingt aber nicht völlig unwahrscheinlich. Das könntest Du Dir selbst anschauen, wie verkokt das ist. Die Leichtgängigkeit lässt sich wohl im eingebauten Zustand eher nicht beurteilen.

    VTG-Ansteuerung?

    Differenzdrucksensor?


    Welche Spritqualität wird getankt? Premium, Standard (Marke), oder alles nach Norm?

    Wie alt ist der Kraftstofffilter?

    Herzliche Grüße
    Wolfgang


    (meine Eintrittskarte hier: Astra K ST 1.6T Ultimate, EZ 02/2019 bis 12/2020, quarzgrau-metallic)

    (aktuell: Grandland X 2.0D AT, Ultimate, EZ 11/2020, mondsteingrau-metallic mit schwarzem Dach)

  • Danke Wolfgang :)


    Das Auto ist klasse und der Motor im Schrägheck macht wirklich Spaß.


    Werde wohl tatsächlich einen Termin beim FOH machen (Inspektion steht jetzt ohnehin an).


    Zu den Fragen:

    Ich tanke den einfachen Standard-Diesel, überwiegend bei der Raiffeisen-Tankstelle bei uns im Ort

    Der Kraftstofffilter wurde mutmaßlich (!) bei der letzten Inspektion getauscht, also vor knapp 30.000 km; müsste ich heute Abend einmal nachsehen, um sicher zu sein


    AGR-Ventil wäre blöd, beim H musste da der ganze Motor raus und das ist alles andere als günstig. Verrußt das AGR beim K denn auch so leicht? Finde 100.000 Km dafür sehr unangebracht :(

  • Nordblitz

    Dieselkradftstoffe von den großen Marken (Aral, Shell, Esso, usw.) sind sehr hochwertig additiviert. Das beugt dem Verrußen eines AGR schon ganz gut vor. Die Premium-Sorten sind da noch besser (V-Power, Ultimate), aber auch entsprechend teuer.


    AGR soll beim K kein so großer Akt sein.

    Bitte bemühe mal die Suchfunktion. Wenn ich mich richtig erinnere, haben das hier schon einige erfolgreich durchgeführt (oder war das bei Motor-Talk? Ich weiß es nicht mehr.)

    Und 100.000 km wäre schon ein langes Intervall, das da ohne Reinigung/Austausch zurückgelegt wurde.

    Herzliche Grüße
    Wolfgang


    (meine Eintrittskarte hier: Astra K ST 1.6T Ultimate, EZ 02/2019 bis 12/2020, quarzgrau-metallic)

    (aktuell: Grandland X 2.0D AT, Ultimate, EZ 11/2020, mondsteingrau-metallic mit schwarzem Dach)

  • Für das AGR sollte zuerst die Drosselklappe raus und dann das AGR. Beides sitzt rechts oben vom Motor. Alle Schrauben sind einigermaßen zugänglich, so dass man da in 15 bis 30 Minuten durch ist. Bei mir war die komplette Ansaugung voll mit Ölschlamm und Ölkohle.

    Astra K ST, 1.6 BiTurbo, Innovation, EZ06/17, Onyxschwarz, Matrix-Licht, Navi 900, EPB, SHZ, 2-Zonen-Klimaautomatik, Frontkamera, aktuell 16 außerplanmäßige Werkstattaufenthalte, FlexCare war leider nicht möglich, ein Schelm, wer Böses dabei denkt... Jetzt mit Blechdrossel am Spanner.

  • Das AGR wäre auch mein erster Tipp. Ein befreundeter Ingenieur war der Meinung, die Teile machen allgemein viele Probleme in modernen Motoren und selbst als Vielfahrer mag er keinen Diesel mehr kaufen. Die Benziner haben seiner Ansicht nach weniger mit den Nachteilen dieser ganzen Abgasaufbereitung zu kämpfen. Aber ganz verschont wird hierzulande ja niemand mehr davon X/


    Man waren das Zeiten, wo man im F Astra einfach eine Blinddichtung zwischengeklemmt hat :thumbsup:

    ST BiTurbo Ultimate :evil: [D16DTR] mit [M35] >> EZ=01/2019 >> Schneeweiß, Navi 900, IntelliLux LED 8) , Werks-AHK, Leder