Kupplung

  • Der Nehmerzylinder ist, obwohl es ein gäniges Standard Teil ist, eine bekannte Schwachstelle. Es gab sogar einen Rückruf da sich Dichtungen des Nehmerzylinders aufgelöst haben und Partikel im Vorratsbehälter der Bremsflüssigkeit gesammelt haben. Die Aktion ist aber beendet. Beim 1.6diesel ist die Kette ein Thema, alle 10 spätestens 15tkm Öl wechseln, dann hält sie länger. Der sich im Öl abgelagernde Ruß funktioniert wie eine Schmirgelleinwand und sorgt für Spiel in der Kette. Es gibt außerdem eine Dichtung für den Kettenspanner, die verhindert, daß das Öl zu schnell aus dem Spanner läuft.

  • Oh, also heißt das, wenn ich dich richtig verstehe, dass ich gleich zweimal richtig Pech hatte und die beiden teuersten Mängel eingekauft habe. Und jetzt einfach Pech hatte, dass sie gleichzeitig eingetragen sind.. Quasi einfach einen Dreiviertel Totalschaden gekauft.


    Diese Dichtung wurde mir von einem von euch dankenswerterweise empfohlen. Ich hab sie der Werksatt auch angetragen.

    Opel Astra K, Baujahr 2016, 110 PS, 1.6 CDTI ecoflex, 118800 km mittlerweile.

  • Oh, also heißt das, wenn ich dich richtig verstehe, dass ich gleich zweimal richtig Pech hatte und die beiden teuersten Mängel eingekauft habe. Und jetzt einfach Pech hatte, dass sie gleichzeitig eingetragen sind.. Quasi einfach einen Dreiviertel Totalschaden gekauft.


    Diese Dichtung wurde mir von einem von euch dankenswerterweise empfohlen. Ich hab sie der Werksatt auch angetragen.

    ... Also eigentlich sollte bei Deinem Baujahr (2016) die Rückrufaktion (denn das war sie) mit dem sich auflösendenden Dichtungsthema am Nehmerzylinder irgendwann mal gemacht worden sein - das müsste man aber auch in der Fahrzeughistorie (bei Opel) abfragen können...


    ... das Andere mit der Kette bzw. in der Folge mit u.a. der modifizierten Kettenspannerdichtung ist eine Eigenheit der 1.6er Diesel. das ist quasi ein serienmäßiges Problem.

    Astra K ST · Dynamic · 2016 · 1.4(150PS) · S&S(M22) · Intelilux · IL900(TmcPro&AA nachtr.) ...

    3 Mal editiert, zuletzt von UHM1 ()

  • Das Thema Kette haben sehr viele und fällt unter ehöhter Verschleiß, hier ein wenig Info und Tipps wie die Kette länger hält. Zum einen hängt das mit Longlife zusammen (30tkm mit dem gleichen Öl kann nicht gut gehen), zum anderen aber auch mit den dünneren Ölen die aus energetischen Gründen zum Einsatz kommen. Direkteinspritzer haben kein homogenes Gemisch, es befinden sich immer kleinste Tropfen im Brennraum. Dies führt zu Ruß, welcher vom Öl gebunden wird. DerRußanteil ist nach 15tkm so groß, daß der Verschleiß massiv steigt. Ruß ist hart und die Kanten und Spitzen vom Ruß reiben dir die Kettenglieder kaputt. Start-Stopp ist auch keine Hilfe, da im Startmoment die Kette schlagartig gespannt und dadurch zusätzlich belastet wird. Leider ist die Kette auf der Getriebeseite des Motors, daher muß (wie auch beim Nehmerzylinder) das Getriebe raus - teuer weil eben nicht in 30min gemacht.


    Also höchstens 15tkm dann Ölwechsel, Kurzstrecke meiden (kein Diesel mag das), Start-Stopp ausschalten oder mittels 10€ Kabel aus China deaktivieren (eigenes Thema hier im Forum - ist für jeden Laien machbar) und die erwähnte Dichtung - dann hält deine Kette deutlich länger.


    Nehmerzylinder ist ein komisches Thema für mich. Alle verwenden die gleiche Bremsflüssigkeit und das identische Bauteil wird markenübergreifend (Fiat) verwendet. Warum das vermehrt beim Opel 1.6d aufgetreten ist, weiß ich nicht. Vielleicht weiß es hier jemand?Generell ist aber unnötiges Kupplungsgestehe schädlich, niemals mit der Kupplung am Berg halten (dafür gibts ne Bremse) und nicht beim Warten auf grün, das Pedal gedrückt halten. Mehr kannst du nicht tun.


    Wenn bei dir tatsächlich beides zur selben Zeit fällig ist, spartst du dir viel Geld, da du nur einmal für den Aus- und Einbau vom Getriebe bezahlen mußt. Der Nehmerzylinder und die Kupplung (welche ich mittauschen würde) sind nicht übermäßig teuer.


    Viel Text, sorry

  • Hallo IAF,

    danke für deine Infos. Das Öl werde ich auf jeden Fall schneller wechseln lassen als je zuvor. Diese Dichtung habe ich angefragt, es wurde mir aber von der Werkstatt nicht bestätigt oder in der Rechnung genau benannt. Wolfgang meinte, sie hätten sie eingebaut. Wahrscheinlich kann man das am Preis auf er Rechnung erkennen. Aber ich traue dieser Werkstatt gar nicht mehr.


    Es ist auch leider so, dass nicht beides gleichzeitig sondern nacheinander kaputt ging, und zwar direkt nach der Operation an der Steuerkette war dieser Nehmerzylinder kaputt. Außerdem hat dieser Schlauch da rumgewackelt. Der Mechaniker, der dann endlich mal genauer nachgesehen hat (andere Werkstatt), sagte schon, dass das mit der Reparatur zusammenhängen könne und riet zu einem Gutachter. Die Abläufe bis man dann aber ein Auto repariert wieder zurück hat, sind so kompliziert und dauern so lange, dass das nicht kundenfreundlich genannt werden kann. Verbraucherschutz sehe ich da nicht großgeschrieben, wenn eine Werkstatt dreimal die Chance bekommen muss, zu reparieren. Was soll das denn? Ich werde nur noch Autos bei Händlern kaufen, die der Innung angeschlossen sind oder bei den richtigen großen Markenhändlern.


    Wegen des Nehmerzylinders berichtete hier UHM davon, dass es deswegen eine Rückrufaktion gab wegen einer sich auflösenden Dichtung.


    Start Stopp schalte ich schon meistens aus, manchmal denke ich aber nicht dran. Deshalb ist dein Tipp super. Danke.


    Aber ich werde diese Werkstatt , wo ich den Opel kaufte, nicht mehr aufsuchen. Ich lass das jetzt woanders reparieren und lass die Gewährleistung oder den Reparaturschaden, der behoben werden müsste, sausen und zahle das jetzt. Dann kann auch kontrolliert werden, wie dieser Spanner und die Kette eingebaut wurden, ob diese Dichtung benutzt wurde und ob das AGR Ventil und die Glühkerzen wirklich getauscht wurden. Die Motorleuchte ging nämlich auch direkt nach Abholung aus der Werkstatt wieder an. Wenn ich dann weiß, wie der Astra wirklich da steht, werde ich wieder berichten. Die Kupplung zu reparieren kostet mich circa 1800 in der neuen Werkstatt. Wenn ich dann sicher bin, dass alles andere auch überprüft und ok ist, dann bin ich erleichtert. Ich hatte einfach Pech und jetzt gar keine Nerven mehr für den Scheiß, den die mir mit Verzögerungstaktik und unklaren Aussagen, Lügen, unter Druck setzen und schlechter Reparatur, die viel zu lange dauert, liefern. Der Mechaniker, bei dem ich dann gestrandet bin, meinte, wenn ich da nochmal hingehe, zahle ich dreifach. Er hatte sich die zurückgegebenen Teile der Steuerkettenreparatur angesehen und war sehr skeptisch.


    Auch viel Text. Aber macht ja nix. Oder?

    Opel Astra K, Baujahr 2016, 110 PS, 1.6 CDTI ecoflex, 118800 km mittlerweile.