Hallo, ich war über 3 1/2 Jahre OnStar Kunde und habe mir wegen Onstar einen Opel Insignia gekauft. Zu diesem Zeitpunkt war nicht klar, dass Onstar abgeschaltet wurde. Auch die Kunden, die Onstar nicht genutzt haben, verlieren die Noruffunktion. Mir wurde im letzten Jahr versprochen, dass man langjährige OnStar Kunden nicht im Stich lassen würde. Jetzt wurde OnStar abgeschaltet und keine Alternative angeboten. Deswegen hatte ich mich in der letzten Woche noch einmal an den Kundenservice gewand. Dieser wollte mene Kundendaten von OnStar abfragen und sich denn wieder melden. Gestern bekam ich die Nachricht, dass ich einen Gutschein über 150 € bekommen, den ich bei einem Opelhändler meiner Wahl einlösen kann. Mir ist fast die Kinnlade aus dem Gesicht gefallen, als ich die Mail gelesen hatte. Opel schaltet einfach sicherheitsrelevante Teile ab und denkt ein 150€ Gutschein ist eine angemessene Entschädigung und ein wohlwollendes Entgegenkommen. Natürlich erfolgt "das Angebot ohne Anerkennung einer Rechtspflicht". Mich erschreckt der Realitätsverlust von Opel im Umgang mit seinen Kunden! Ich hoffe, dass sich weitere Kunden über den Umgang mit OnStar beschweren. So sollte Opel nicht davon kommen. Auch wenn der OnStar Dient nur noch von 5% der Besitzer des OnStar Moduls genutzt wurde, verlieren 100% den Notruf im Ernstfall, was Menschenleben kosten kann.
Nach meiner Kenntnis war doch AUCH die Notruffunktion an den Abschluß bzw. die Existenz des Onstar-Abos gebunden.
Wer also nicht abboniert hatte, hatte eh keine Notruffunktion. Die Opel Notruffunktion ging ja nicht direkt wie das "wirkliche" E-Call zur 110 oder 112, sondern alles lief über das Callcenter von Onstar und dann erst von diesem getriggert ging es ggf. zur 110/112.
Btw.: Auch neben der Fa. Opel / Onstar gibt es ja heftige Diskussionen mit anderen Firmen über die reine E-Call Funktionalität, die direkt im Unfall-Fall automatisch die 110/112 anruft und einen definierten (sehr kleinen) Datensatz mit genau festgelegten Inhalten an die 110/112 weiterleitet und dem was zB. Daimler oder BMW als eigene Dienste dazwischenschalten und dann von deren eigen Call-Centern an die 110/112 weiterleiten.
Vergeht wegen dem dazwischeschalten einer weiteren Stelle im Notfall schlicht wertvolle Zeit, so steckt da ja auch immer u.a. die Hoffnung der Firmen auf die sogenannten "Mehrwertdienste" dahinter, also dem Fahrzeugkunden noch irgendwas mehr zu verkaufen, wie es auch GM mit Onstar allerdings im kleinen Rahmen macht (Route aufs Navi, Hotelbuchungen ...).
Gruß Uwe