Frage zu Schwungrad

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    • Frage zu Schwungrad

      Hallo ihr,

      ich habe mal eine frage.

      Ich fahr nen 1.4T Astra und davor nen E46.

      Hab mit nem Kollegen mal drüber geredet und sind drauf gekommen : E46 Einmassen und Astra zweimassen-Schwungrad.
      Warum ist das so, was sind die Unterschiede? Ich habe das so gefühlt: der E46 hat soo schnell runtergetoured wenn man ihn im Stand hochgedreht hat und der Astra braucht ja seine 1,2 Stunden bevor der von 5000 wieder in Leerlauf fällt.
      Kann man hier ein Einmassen einbauen? Opel wird sich da wohl was gedacht haben? Zweimassen klingt auch doppelt so teuer wie Einmassen :))
      Bitte echte Antworten, ich weiß ich kenn mich nicht aus, deswegen frage ich :*

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    • Hatte der E46 auch so einen "kleinen" Motor? Ich habe das immer so verstanden:

      Kleine Motoren bekommen eine größere Schwungmasse zur Seite gestellt, um an Steigungen nicht so zügig an Drehzahl zu verlieren.

      Große Motoren haben das eher nicht nötig, zusätzlich drehen sie dann schneller und aggressiver auf und ab, was sich sportlicher anfühlt.

      Das ganze unabhängig von den Details des ZMS usw.

      ST Ultimate BiTurbo :evil: [D16DTR] mit M35 Getriebe >> EZ=01/2019 >> Schneeweiß, Navi 900 IL, IntelliLux LED-Brenner :m0050:, ori. AHK, Leder 8)
    • Eventuell spielt auch die Motorsteuerung eine Rolle. Vielleicht soll so das Hochschalten angenehmer gestaltet werden?

      Konnte das beschriebene Phänomen jedenfalls sehr gut am Corsa C Z10XEP nachvollziehen. Kleiner Motor, träge Drehzahl. Aber beim Schalten fühlte sich der kleine Motor dadurch geschmeidig und flotter an als er war.

      Edit: Dem 3-Zylinder hat es vermutlich auch zum ruhigeren Lauf geholfen :rolleyes:

      ST Ultimate BiTurbo :evil: [D16DTR] mit M35 Getriebe >> EZ=01/2019 >> Schneeweiß, Navi 900 IL, IntelliLux LED-Brenner :m0050:, ori. AHK, Leder 8)
    • Das könnte das bewusste Halten der Drehzahl für besseren Schaltkomfort durch die Elektronik sein. Es nennt sich wohl peak-hold.

      Astra K ST, 1.6 BiTurbo, Innovation, EZ06/17, Onyxschwarz, Matrix-Licht, Navi 900, EPB, SHZ, 2-Zonen-Klimaautomatik, Frontkamera, aktuell 14 außerplanmäßige Werkstattaufenthalte, FlexCare war leider nicht möglich...

    • ToniK schrieb:

      Ja gut, aber was ist der große Unterschied von Einmassen zu Zweimassen und warum toured der BMW dann so sportlich bzw wie macht er das und warum der Opel nicht ?(
      Was das Rad macht verstehe ich, oder ist das einfach zu komplex für Laien?
      ... deshalb hatte ich neben dem Autodok-Video auch den Wikipedia-Artikel verlinkt, da wird eben das erklärt ...

      Astra K ST · Dynamic · 2016 · 1.4(150PS) · S&S(M22) · Intelilux · IL900(TmcPro&AA nachtr.) ...

    • UHM1 schrieb:

      ToniK schrieb:

      Ja gut, aber was ist der große Unterschied von Einmassen zu Zweimassen und warum toured der BMW dann so sportlich bzw wie macht er das und warum der Opel nicht ?(
      Was das Rad macht verstehe ich, oder ist das einfach zu komplex für Laien?
      ... deshalb hatte ich neben dem Autodok-Video auch den Wikipedia-Artikel verlinkt, da wird eben das erklärt ...
      Nich wirklich
    • Ddas Schwungrad hat schon deutlich Einfluss auf das Hoch- und Runtertouren. Ob Ein- oder Zweimassenschwungrad spielt dabei auch eine Rolle. Wobei es aber auch auf die einzelnen Massen ankommt. Es kann je nach Ausführung ein Ein- oder Zweimassenschwungrad schwerer sein.
      Die Masse wird dabei genutzt, die "Totzeiten" beim 4Takter zu überbrücken, also die Zeit, wo keine Energie durch Verbrennung auf die Kurbelwelle eingeleitet wird.

      Zweimassenschwungräder haben durch ihren Aufbau den Vorteil, dass sie die Schwingungen besser dämpfen. Das ist vorallem bei wenigen Zylindern <=4 nötig, da dort die Zündabstände größer sind und auch die Massenkräfte und Trägheitsmomente der unterschiedlichen Motorordnungen. Das führt sonst zu Getriebegeräuschen. Das merke ich bei meinem MX5 sehr deutlich. Der hat nur ein Einmassenschwungrad. Der dreht schön hoch, aber bei viel Last und wenig Drehzahl höre ich das Getriebe und vor allem das Differential sehr deutlich.
      Es gibt bei uns auch viele, die eine leichte Schwungscheibe fahren. Dort dreht der Motor nochmal schneller hoch, dafür wird der Motorlauf unkomfortabler. Einen Tot muss man sterben.

      Dein E46 war ja ein Reihensechser. Diese Motorbauform ist der Motor mit dem idealen internen Massenausgleich. Durch die Anordnung der Kurbelwellenkröpfungen in Verbindung mit der richtigen Zündfolge, gleichen sich Massenkräfte und Massenträgheitsmomente selbst aus. Daher laufen diese Motoren auch so turbinenartig ruhig.

      Bei Opel kommt aber zusätzlich noch eine Philosophie zum Tragen. Das ist noch ein Überbleibsel aus der GM-Zeit. Die Amis stehen sehr auf ein komfortables Fahrverhalten. Dazu gehört, dass der Motor keine Schläge austeilt, wenn man sehr schnell aufs Gas oder wieder von diesem runter geht. Über die Motorsteuerung wird der Lastgradient begrenzt. Da gibt es mehrere Anekdoten zum Thema, die ich mir aber mal spare.