Kraftstoffrohrdruckverteiler ist die Rail, eben jener massive stählerne Rohrverteiler, der oben neben den Injektoren liegt, aus dem sie alle zentral gespeist werden.
Dort liegt der Druck von der Hochdruckpumpe an, welcher je nach Testgerät in bar oder MPa angegeben wird.
1 MPa (Megapascal) entspricht 10 bar.
Zum sicheren, zuverlässigen Start liegt die Schwelle hier bei ca. 16 MPa = 160 bar.
Werte welche in Kilopascal angegeben werden, wobei 100 kPa = 1 bar entspricht, sind meist jene der Frischluft und Abgase, ergo Drücke in Ansaugrohren, Ladeluftkühlern, Turbos, DPFs, usw.
Aber auch Reifen (z.B. 280 kPa = 2,8 bar) und bei der Vorförderpumpe, eben jene die im Tank sitzt und elektrisch betrieben den Diesel zunächst mit Niederdruck (je nach Modell mit 2...7 bar, meist 3...5 bar) durch den Kraftstofffilter hindurch zur Hochdruckpumpe schleust.
Da die Hochdruckpumpe nicht bzw. nur sehr bedingt selbstansaugend ist, ist sie zwingend auf einen Mindestdruck seitens der Vorförderpumpe angewiesen.
Stimmt diese "Grundversorgung" nicht, sowohl druck- als auch mengenmäßig, z.B. weil der Filter verdreckt ist oder die Vorförderpumpe selbst ihr Leben aushaucht, schwankt auch der Druck in der Rail bzw. ist temporär oder permanent zu gering, da die Hochdruckpumpe "Luft zieht". Auf Dauer ist das für sie nicht gut, da die Schmierung durch den Diesel geschieht. Von daher solltest du den Austausch der Vorförderpumpe zeitnah vornehmen lassen, da sonst die Hochdruckpumpe Schaden nehmen kann, weil sie temporär unter Mangelschmierung leidet, sprich dezent trocken läuft.
Bezüglich MAF: Genau wie den LMM oder auch Lambdasonden kann man Sensoren durchaus mit speziellen Reinigern oder auch schnödem Bremsenreinigerspray säubern.
Hilft nur leider nicht immer, weil sie entweder bereits defekt waren (was jedoch stets einen FC generieren sollte) oder durch unsachgemäße Behandlung final gehimmelt werden.
Dezent mit nicht zu viel Druck einsprühen, vorsichtig mit Druckluft trockenen und dann möglichst nicht sofort wieder einbauen und Motor starten, sondern 30 Minuten an der Sonne oder in warmer Umgebung austrocknen lassen. Zur Not und wenn es nichts zu verlieren gibt, kann man sie auch bei 50°C in den (Umluft)Backofen stecken oder mit dem (Heißluft)Fön bearbeiten. Optimalerweise einfach über Nacht liegen lassen, damit sich alle Flüssigkeit komplett verflüchtigt hat.
So viel Zeit haben Werkstätten gemein hin nicht, sie probieren auch nicht lange herum und messen probehalber Widerstände, etc. durch, sondern tauschen aus - und fertig ist die Laube.
Sensoren kommen mit einer gewissen (Luft)feuchtigkeit zurecht. Ist jedoch eine gewisse Schwelle überschritten, so heißt es "Tilt!". Flutet man sie mit Flüssigkeit wie Bremsenreiniger und steckt sie sofort wieder an, produziert das nicht viel weniger als einen Kurzschluss. Teils nur temporär, teils final, in deinem Fall hattest du augenscheinlich Glück und er ist nicht kaputtgegangen, sondern hat sich nach gewisser Zeit wieder von selbst gefangen.
In unglücklichen Fällen ist ein Sensor jedoch weder okay noch endgültig defekt, sondern liefert unplausible, ergo falsche Werte. Das ist der Supergau für das Motorsteuergerät, weil es dadurch nicht mehr weiß was Phase ist und keine stabile Verbrennung generieren kann. Deswegen im Zweifelsfall lieber Stecker vom Sensor komplett ab sofern der Motor so gar nicht mehr starten will, denn wenn das MSG schnallt dass der Sensor fehlt, rechnet es mit einem festen Ersatzwert, welcher zwar mehr schlecht als recht funktioniert, die Möhre jedoch am Laufen hält, wenngleich nur bedingt (im Notlauf).
Zwecks Tankpumpe: In manchen Fällen ist nicht die Vorförderpumpe selbst das Problem, sondern lockere Schlauchklemmen schuld an der Mangelversorgung oder leckgeschlagener Schläuche. Hat ein Schlauch ein Loch oder Riss, z.B. weil er porös wurde oder gescheuert hat, kann die Pumpe fiördern so viel sie will, sie pumpt die Plörre nur innerhalb des Tanks im Kreis. Sofern beim Austauschkit nicht alles an Schläuchen und Schellen mit dabei ist, dann solltest du bzw. die Werkstatt diese mit erneuern.