Wir fahren im Sommer bei uns Bergrennen ähnliche Touren und fahre auch nur freigegebenes dexos 1 Gen 3 mit 5W30 von ROWE. Ich fahre hierbei immer mit einem Datendisplay und habe die Lebensparameter im Auge. Leider mangelt es dem B16SHT an einer integrierten Öltemperatur anzeige. Die Abgastemperatur habe ich jedoch nie über 880°C bekommen und der Öldruck war zu jedem Zeitpunkt passend zur Belastung. Ich muss sagen, dass der ein gutes Thermomangement hat und ich eher Angst hätte, dass dicke Öl beim Kaltstart durch die kleinen Kanäle des Downsizing motors (und Turbo) zu pressen. Das Problem was die "Leistungssteigerungen" (chip Tunings im allgemeinen) in 90% der Fälle haben ist, dass sicherheitsfunktionen des Thermomanagements bewusst sabotiert werden (z.B: Vortäuschen einer falschen Abgastemperatur), was dann zu Öl Überhitzung führt.
Wenn man jedoch Leistungssteigerung durch Hardware (Abgasanlage, Downpipe, Ladeluft) vornimmt, beeinflusst man diese Faktoren nicht. Aktuell bin ich bei 212 PS. Nach Ladeluftkühler und Turbo-Umbau werde ich bei etwa 260 PS sein. Aufgrund des Turbo-Umbaus wird jedoch ein individuelles Mapping nötig, um die Einspritzmenge auf die Luftmenge anzupassen. An Sicherheitsmechanismen des Thermomangements werde ich jedoch nicht gehen. In dem Fall wird es dann halt so sein, dass ich die maximal-Leistung nicht dauerhaft halten kann, weil die ECU gegensteuern wird, aber man muss sich immer noch vor Augen führen, dass der Astra K kein Rennwagen ist (außer der TCR). Mein Astra K ist nicht Rennstreckentauglich und wird es nie sein, einfach weil er nicht dafür konzipiert ist. Daran ändert auch kein dickeres Öl, wenn man keine billigen Chip Tunings macht.
Und persönliche Einschätzung: Wenn man mit einem Ottomotor große Lasten über längere Strecken ziehen will, hat man sich falsch beraten lassen. Ach und btw: Der B16SHT hat eine elektronische Öldruckregelung, die Lastabhängig angepasst wird.